Dienstag, 07. Februar 2012
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Rosiejak WM-Sprecher in Kapstadt
Stefan Rosiejak in Kapstadt. Foto: UCIKapstadt, 27. Juli 2008. Premiere für das Team der Sportsprecher: Mit Stefan Rosiejak als Sprecher der Rad-Weltmeisterschaften der Junioren in Kapstadt war die Mannschaft erstmals auch in Afrika am Mikrofon. „Eine einmalige Erfahrung“, so Stefan Rosiejak, seit diesem Jahr offizieller Sprecher des Radsport-Weltverbandes UCI. „Eine fantastische Stadt, die sich für die Meisterschaften eine Menge Mühe gegeben hat“, so Rosiejak. „Für das Straßenrennen der Junioren war die komplette Innenstadt gesperrt.“
Auch die Wettkämpfe auf der Bahn hinterließen einen erstklassigen Eindruck. „Die Wettkämpfe fanden auf der einzigen überdachten Bahn in ganz Afrika statt“, sagt Rosiejak, der die Wettkämpfe gemeinsam mit Johnny Koehn vom südafrikanischen Fernsehen SABC kommentierte.
Dabei konnte das Duo gleich einige deutsche Medaillen ankündigen. Das Nachwuchsteam des Bund Deutscher Radfahrer holte unter anderem drei Titel durch Kristina Vogel, Silber durch Jakob Steigmiller und jeweils Bronze durch Hanna Amend und Laura Dittmann.

Link: Rad-Weltmeisterschaft der Junioren

Foto: Stefan Rosiejak auf der WM-Zielgeraden in Kapstadt mit dem Tafelberg im Hintergrund. © UCI

 
Rekordrennen Ironman Austria
Sieger Marino Vanhoenacker im Ziel. Foto: Kärnten Ironman AustriaKlagenfurt, 13. Juli 2008. Weltrekord bei den Frauen, der dritte Sieg in Folge für Marino Vanhoenacker, das größte Teilnehmerfeld Geschichte und trotz zweier Unwetter ein unglaubliches Publikum: Der Kärnten Ironman Austria hat zur zehnten Austragung am Wörthersee neue Maßstäbe gesetzt. Für den Höhepunkt sorgte dabei eine Überraschungssiegerin. Sandra Wallenhorst aus Hannover hat in Klagenfurt nicht nur ihren ersten Ironman gewonnen sondern mit der Weltrekord-Zeit von 8:47:26 Stunden auch den 14 Jahre alten Weltrekord von Paula Newby Fraser gebrochen. „Ein Wahnsinnsrennen“, konnte auch Stefan Schwenke miterleben, der erst in der Nacht von der Jeantex-TOUR-Transalp nach Klagenfurt gereist war, um das Rennen erstemals Mikrofon begleitet zu können.
Mit 2453 Athletinnen und Athleten hatte der Ironman aber schon am frühen Morgen für erste Rekorde gesorgt, als sich das Feld um sieben Uhr mit einem traumhaften Start vor fast 20.000 Fans auf die 3,8 Kilometer lange Strecke im Wörthersee machte.
Bereits am Ende der ersten Disziplin zeigen die Favoriten dann ihre Ambitionen: Vanhoenacker kommt mit der ersten Verfolgergruppe an Land, bei den Frauen sind die Tschechin Lucie Zelenkova, die US-Amerikanerin Dede Griesbauer und die Britin Bella Comerford in Front. Wallenhorst fährt erst nach der Hälfte der Radstrecke auf Platz drei vor.
Auf der Laufstrecke kommen die Verfolger dem Belgier Vanhoenacker zwar zunächst nochmals näher, am Ende gewinnt er im Ironman-Stadion von Klagenfurt aber in 8:06:11 Stunden zum dritten Mal in Folge. Auf Platz zwei landet der Brite Stephen Bayliss in 8:13:53 Stunden. Ex-Radprofi Hannes Hempel holt als bester Österreicher in 8:16:56 Platz drei.
Schwimmstart im Wörthersee. Foto: Kärnten Ironman AustriaSandra Wallenhorst läuft in der Zwischenzeit mit dem schnellsten Ironman-Marathon aller Zeiten nicht nur immer weiter nach vorne sondern kurz vor dem Ziel auch an die Spitze und überrascht mit dem Weltrekord nicht nur sich selbst. „Auch Sprecher-Kollege Mike Hamel und ich konnten es erst gar nicht glauben, als die Meldungen von der Strecke kamen“, so Stefan Schwenke. Auf Platz zwei landet in 8:51:17 Stunden Comerford, die Verlobte von Stephen Bayliss. Vorjahres-Siegerin Edith Niederfriniger aus Südtirol wird in 8:59:45 Stunden Dritte.

Den nächsten Rekord feierte der Ironman Austria dann bereits zwei Tage nach dem Rennen. In nur 92 Minuten war der Ironman in Österreich mit 3000 Anmeldungen bereits für das kommende Jahr ausgebucht. Dann findet der Wettkampf am 5. Juli statt.

Link: Kärnten Ironman Austria

Fotos: Marino Vanhoenacker feiert seinen dritten Sieg in Folge und der Schwimmstart im Wörthersee. © Kärnten Ironman Austria

 
Wieder Wegmann: Rad-DM in Bochum
Fabian Wegmann im Ziel. Foto: Elmar KremserBochum, 29. Juni 2008. Fabian Wegmann hat sechs Tage vor dem Start der Tour de France in Bochum Radsport-Geschichte geschrieben. Durch einen erfolgreichen Angriff gut acht Kilometer vor dem Ziel hat sich der 28 Jahre alte Radprofi wie im Vorjahr als Solist den Titel des Deutschen Meisters gesichert und damit als erster Fahrer seit Hans Neumeyer vor 26 Jahren seinen Titel als Deutscher Meister auf der Straße verteidigt, wie es zuvor bei den Frauen schon Luise Keller gelungen war.
Noch zwei Sekunden rettete Wegmann am Ende ins Ziel, nachdem er sich allerdings schon gut 100 Meter vor dem Ziel aufgerichtet und die Hände jubelnd in den Himmel über Bochum gestreckt hatte. Damit darf er nun ein weiteres Jahr im Trikot des Deutschen Meisters fahren. „Perfekt dann erkennt mich meine Freundin Johanna bei der Tour de France im Feld immer auf Anhieb“, so Wegmann nach dem Erfolg auf der 19,1 Kilometer langen Runde. „Ich bin jetzt fix und fertig, aber die Titelverteidigung war ein großer Traum von mir“, so Wegmann nach den Deutschen Meisterschaften, die einmal mehr Stefan Rosiejak gemeinsam mit dem Kollegen Karsten Migels am Mikrofon begleitete.
Karsten Migels und Stefan Rosiejak. Foto: Ulrich Müller Im Sprint der verbliebenen Verfolger auf der schon von Herbert Grönemeyer besungenen Königsallee in Bochum holte Altmeister Erik Zabel vom Team Milram zehn Jahre nach seinem letzten Titel mit Silber einmal mehr Edelmetall. Bronze ging an Top-Sprinter Gerald Ciolek vom Team High Road, der damit kurz vor dem Start der Tour de France nochmals seine Top-Form präsentierte.
„Ich hatte mir viel vorgenommen, auch wenn ich wusste, dass es schwer wird. Aber ich habe gesehen, dass Ciolek und Zabel heute sehr sehr stark sind, habe ich am letzten Berg alles auf eine Karte gesetzt und mir gedacht, jetzt oder nie. Mittendrin hatte ich dann zwar Angst, dass es doch zu viel und zu schwer wird, aber es hat ja im Endeffekt gereicht“, so ein überglücklicher Sieger nach 5:14:02 Stunden, in denen Wegmann mit einem Schnitt von 40,1 Kilometern pro Stunde unterwegs war. „Das gibt Motivation für die anstehende Tour de France“, so Wegmann.

Link: Deutsche Straßen-Meisterschaft in Bochum

Fotos: Fabian Wegmann im Ziel und Stefan Rosiejak mit Karsten Migels bei der Arbeit. © Ulrich Müller und Elmar Kremser

 
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