Home arrow Nachrichten arrow Der Hafen kocht: Münster-Triathlon
Der Hafen kocht: Münster-Triathlon | Drucken |  E-Mail
Münster, 31. Juli 2011. Es war der größte, schnellste und am Ende auch der emotionalste Triathlon, den Münster je erlebt hat. Bei der vierten Auflage des Sparda-Münster-City-Triathlon purzelten in und an Münsters Hafen nicht nur die Rekorde, nicht nur bei Sieger Patrick Dirksmeier liefen im Zielbereich nach einem Einlauf unter Gänsehautatmosphäre in der spektakulären Kulisse die Tränen. «Ich habe nie daran gedacht, diesen Moment jemals in meinem Leben wiederholen zu können. Ich bin so glücklich, im Winter hatte ich noch gedacht, müsste Schachspieler werden», so Dirksmeier im Rückblick auf eine schwere Zeit, während er und seine Freundin Anne ihren Tränen freien Lauf ließen. Vorher hatte der 27-Jährige dagegen um so abgeklärter agiert, mit der schnellsten Schwimmzeiten seine Ambitionen gleich zum Auftakt deutlich gemacht und dann auf dem Rad unterstrichen, um sogar eine Sekunden beim Laufen wieder verschenken zu können. Tammo König aus Oldenburg hatte im Ziel 3:01 Minuten Rückstand auf den Lokalmatadoren Dirksmeier. Dritter wurde mit Thorsten Grandke bereits der zweite Münsteraner.
Das Rennen der Frauen gewann Birte Rohs vom TRC Essen vor allem dank der schnellsten Laufleistung. Zweite wurde Vorjahressiegerin Petra Stöppler von Marathon Steinfurt, Dritte Katharina Hubert von den Triabolos aus Hamburg, die sich aus der dritten Startgruppe noch auf das Podest kämpfte.
Zum zweiten Mal fanden im Rahmen des Sparda-Münster-City-Triathlons auch die Deutsche Hochschulmeisterschaften statt. Den Titel bei den Herren holte sich in einem eindrucksvollen Rennen und dank der besten Laufleistung Simon Jung von der Uni Siegen, der ansonsten in der Bundesliga für das EJOT-Team des TV Buschhütten startet. Titelverteidiger Oliver Strankmann von der Deutschen Sporthochschule Köln, der auch schon 2008 bei der Premiere in Münster gewonnen hatte, hatte zunächst beim zweiten Wechsel ein paar Meter an Boden verloren, konnte aber auch das Tempo des neuen Titelträgers auch auf den folgenden Kilometern nicht ganz mitgehen. Allerdings profitierte der Titelträger davon, dass der zweifache Münster-Sieger offenbar nicht ganz in Top-Form war: «Wenn Oliver schlechte Beine hat, das merkt man zum Glück sofort, sonst sieht man ihn beim Radfahren nämlich nicht wieder», so Sieger Jung im Ziel am Mikrofon von Moderator Stefan Schwenke. Bronze holte Christian Thomas, ebenfalls unterwegs für die Deutsche Sporthochschule Köln.
Bei den Frauen lief mit Franziska Scheffler eine junge Athletin zum Titel, die vor genau vier Wochen schon einmal begleitet von Schwenkes Kommentar Gold geholt hatte. Nach dem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften im Rahmen des «T3»-Triathlons in Düsseldorf sowie dem DM-Gold im Frühjahr war es sogar schon Schefflers dritte nationale Meisterschaft in diesem Jahr. Julia Seibt, im vergangenen Jahr in Münster noch Sechste der Studentinnen, führte lange und holte diesmal am Ende Silber. Bronze ging an Linda Klauke.
Für die Organisatoren von Tri-Finish Münster soll die zweite Austragung der nationalen Meisterschaften der Studierenden jetzt ein Sprungbrett für mehr sein. Sie träumen vorsichtig von der Ausrichtung der Triathlon-Weltmeisterschaft der Studenten. «Das ist erst eine spontane Idee ist, die viel an Rücksprache erfordert», hielt sich der TriFinish-Vorsitzende Dieter Rosenbaum gegenüber der WN aber noch zurück.
Insgesamt gingen beim Sparda-Münster-City-Triathlon erneut knapp 1000 Athletinnen und Athleten an den Start. Der Wettkampf ist traditionell wenige Minuten nach Anmeldestart komplett ausgebucht.

Link: Sparda-Münster-City-Triathlon

Fotos: Tränen im Ziel bei Patrick Dirksmeier und Freundin, Dirksmeier mit Frauen-Siegerin Birte Rohs, Jubel über den Titel bei Simon Jung und Stefan Schwenke zum dritten Mal am Mikrofon des Sparda-Münster-City-Triathlons. © Jürgen Peperhowe / WN und Sportograf

Teilen
 
< zurück   weiter >

© 2018 www.sportsprecher.de - Moderator Stefan Schwenke
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.