Donnerstag, 18. Oktober 2018
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Regenschlacht in Harsewinkel | Drucken |  E-Mail
Andreas NiedrigHarsewinkel, 5. Juni 2005. Der Regen und ein stark auftrumpfender Andreas Niedrig haben das Geschehen bei der 18. Auflage des TriSpeed-Triathlons in Harsewinkel bestimmt. Wetter gegen das Wasser von oben noch gegen den Hawaii-Siebten aus Oer-Erkenschwick war bei der Großveranstaltung in Ostwestfalen ein Kraut gewachsen. Niedrig legte auf der Mitteldistanz über zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen gleich einen Start-Ziel-Sieg hin und legte dabei bis zum Finale mehr als zehn Minuten zwischen sich und die Konkurrenz. Näher als dreieinhalb Minuten kamen ihm die Verfolger dabei nach dem Startschuss nicht mehr.
"Es war schon hart, aber ich bin froh, dass es so gut lief, nachdem ich gerade aus dem Trainingslager komme. Jetzt bin ich zuversichtlich für meine Abschiedsvorstellung in Roth, weil auf Platz 50 wollte ich meine Triathlon-Karriere dort nicht beenden", sagte Niedrig im Ziel gegenüber Moderator Stefan Schwenke. "Jetzt gilt meine Vorbereitung nochmals der Langdistanz in Roth und dann freue ich mich auf mehr Zeit mit meiner Famielie", so Niedrig. Auch für die Siegerin im Rennen der Frauen sollte der Wettkampf in Harsewinkel der Vorbereitung für die Langdistanz dienen. Nach souveräner Leistung insbesondere auf dem Rad setzte sich hier Nine Schneider vom TV Netphen durch. Ihre weiteren Planungen sind auf den Ironman Austria in Kärnten ausgerichtet.
Das Rennen über die Kurzdistanz wurde durch die Athleten der 2. Bundesliga dominiert. In einem knappen Rennen setzte sich hier Markus Fachbach vom EJOT-Team des TV Buschhütten vor Duathlon-Spezialist Maik Twelsiek vom TV Lemgo durch. Im Finale lehnte Fachbach sogar den obligatorischen Blumenstrauß für den Sieger ab. "Das war nicht bös' gemeint, aber ich wusste ja nicht, wie knapp das gegen den Maik noch wird", erklärte der Koblenzer, der die Buschhüttener in der Teamwertung der 2. Bundesliga zum Tagessieg führte. „Und mit Blumen in der Hand spurtet es sich halt nicht so gut.“
Für Fachbach, den die Konkurrenz nach dem Erfolg glatt zum Saisonaufsteiger des Jahres ernannte, war es der erste Sieg in dieser Saison. Mittelfristig zieht es den 22-jährigen Student nun zu längeren Distanzen. Der Mitteldistanz-DM in Kulmbach soll im November das Ironman-Debüt in Florida folgen. Bei den Frauen setzte sich mit Katjana Quest-Altrogge vom Krefelder Kanu-Klub eine in Harsewinkel gute Bekannte durch. Sie fing erst auf dem letzten Kilometer die lange Führende Birgit Euscher vom LC Solbad noch ab.

Andreas Niedrig
Fotos: Souveräner Sieger: Andreas Niedrig war in Harsewinkel unschlagbar. © Markus Nieländer

 
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